Winterreise | Winter Journeyman

Original German text by Wilhelm Müller adapted for musical setting by Franz Schubert

English translation by Thomas Beavitt ©2018

Illustration by Chisha

Gute Nacht!

Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauss.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.

Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit,
Muss selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weissen Matten
Such ich des Wildes Tritt.
Und auf den weissen Matten
Such ich des Wildes Tritt.

Was soll ich länger weilen,
Dass man mich trieb hinaus?
Lass irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus;
Die Liebe liebt das Wandern
Gott hat sie so gemacht
Von einem zu dem andern.
Gott hat sie so gemacht
Die Liebe liebt das Wandern
Fein Liebchen gute Nacht!
Von einem zu dem andern.
Fein Liebchen gute Nacht!

Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad um deine Ruh.
Sollst meinen Tritt nicht hören
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab ich gedacht.
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab ich gedacht.
An dich hab ich gedacht.

Sweet Dreams

We came here all as strangers –
Thus runs that old cliché.
In summer sun, hydrangeas –
A gladsome, bright bouquet!
The girl showed admiration;
Her mother said we’d wed;
Returned infatuation;
Her father wished me dead!
Now nothing is so cheery,
My path enswathed in snow
And everything so dreary,
My path ensconced in snow.

My spirit must now wander
Incarnation’s horoscope,
This path that guides my pondering
Through darkness as I grope.
My only true companions,
Moon-shadows dart and flit
Through eerie glades and canyons
As cloud and shade permit.
And to these panoramas
My wild heart must commit.
Intense, internal dramas –
My wild heart must commit.

Why would I wish to linger,
That they may cast me out?
Let barking dogs beleaguer
An unassailed redoubt;
For love was born to wander –
It’s how things have to be
All riches made to squander.
It’s how things have to be!
For love was born to wander
My dear, I’ll bid good night!
All riches made to squander.
My dear, I’ll say good night!

Sweet dreams! I shall not pester you
Or roil your calm repose.
Let goose-down quilts sequester you –
I shall no more impose!
But by your gate in passing
I’ll scrawl my fond farewell
Inscribed in snow, trespassing,
Where once I thought to dwell.
Yes, by your gate in passing
I’ll write my fond farewell
Inscribed in snow, trespassing,
Where once I thought to dwell.
Where once I thought to dwell.

Die Wetterfahne

Der Wind spielt mit der Wetterfahne
Auf meines schönen Liebchens Haus.
Da dacht ich schon in meinem Wahne,
Sie pfiff den armen Flüchtling aus.

Er hätt es eher bemerken sollen,
Des Hauses aufgestecktes Schild,
So hätt er nimmer suchen wollen
Im Haus ein treues Frauenbild.

Der Wind spielt drinnen mit den Herzen
Wie auf dem Dach, nur nicht so laut.
Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
Ihr Kind ist eine reiche Braut.

Der Wind spielt drinnen mit den Herzen
Wie auf dem Dach, nur nicht so laut.
Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
Was fragen sie nach meinen Schmerzen?
Ihr Kind ist eine reiche Braut.

The Weathervane

The chilly wind rattles the old weather vane
On the turret of my former love’s dwelling place.
It signals to my delusion
That all must delight to perceive my disgrace.

You fool, not to notice before that the spiteful escutcheon
Affixed to the tower was fake!
Then never the straws that such fools tend to clutch on
The beautiful form of a woman could take!

The chilly wind rattles the pegs of my heartstrings
Just like on that roof – but not quite so loud.
Was I just another of her playthings?
The toy of a spoilt brat, conceited and proud?

The chilly wind rattles the pegs of my heartstrings
Just like on that roof – but not quite so loud.
Was I just another of her playthings?
Just another of her playthings?
The toy of a spoilt brat, conceited and proud?

Gefrorne Tropfen

Gefrorne Tropfen fallen
Von meinen Wangen ab:
Und ist’s mir denn entgangen,
Daß ich geweinet hab’?
Daß ich geweinet hab’?

Ei Tränen, meine Tränen,
Und seid ihr gar so lau,
Daß ihr erstarrt zu Eise
Wie kühler Morgentau?

Und dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis!
Des ganzen Winters Eis!
Mir dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis!
Des ganzen Winters Eis!

Icy Teardrops

These icy tears are rolling
Down my frostbitten cheeks:
And no sweet voice consoling
To what my ache bespeaks.
To what my ache bespeaks.

Oh teardrops, my teardrops,
And if you only knew
That you’ll freeze to crystal
Like icy morning dew?

Upsurging from the wellspring
The heart that beats so nice
As if you’d simply melt away
The whole damn winter’s ice!
This whole damn winter’s ice!
Upsurging from the wellspring
The heart that beats so nice
As if you’d simply melt away
The whole damn winter’s ice!
This whole damn winter’s ice! 

Erstarrung

Ich such’ im Schnee vergebens
Nach ihrer Tritte Spur,
Wo sie an meinem Arme
Durchstrich die grüne Flur.
Ich such’ im Schnee vergebens
Nach ihrer Tritte Spur,
Wo sie an meinem Arme
Durchstrich die grüne Flur.

Ich will den Boden küssen,
Durchdringen Eis und Schnee
Mit meinen heißen Tränen,
Bis ich die Erde, die Erde seh’.
Ich will den Boden küssen,
Durchdringen Eis und Schnee
Mit meinen heißen Tränen,
Bis ich die Erde, die Erde seh’.

Wo find’ ich eine Blüte,
Wo find’ ich grünes Gras?
Die Blumen sind erstorben,
Der Rasen sieht so blaß.
Die Blumen sind erstorben,
Der Rasen sieht so blaß.
Wo find’ ich eine Blüte,
Wo find’ ich grünes Gras?

Soll denn kein Angedenken
Ich nehmen mit von hier?
Wenn meine Schmerzen schweigen,
Wer sagt mir dann von ihr?
Soll denn kein Angedenken
Ich nehmen mit von hier?
Wenn meine Schmerzen schweigen,
Wer sagt mir dann von ihr?

Mein Herz ist wie erstorben,
Kalt starrt ihr Bild darin;
Schmilzt je das Herz mir wieder,
Fließt auch ihr Bild, ihr Bild dahin!
Mein Herz ist wie erfroren,
Kalt starrt ihr Bild darin;
Schmilzt je das Herz mir wieder,
Fließt auch ihr Bild, ihr Bild dahin!
Ihr Bild dahin!

Frozen Inside

I’m making futile searches
In snow for track or trace,
Amongst the pines and birches
Where she and I’d embrace.
I’m making futile searches
In snow for track or trace,
Amongst the pines and birches
Where she and I’d embrace.

I want to touch the bottom,
Bore down through ice and snow
With my hot tears to penetrate
The earth, the earth, the earth below.
I want to touch the bottom,
Bore down through ice and snow
With my hot tears to penetrate
The earth, the earth, the earth below.

Where can I find a flower,
Where do I see green grass?
The flowers are all slumbering,
The lawn a white morass.
The flowers are all slumbering,
The lawn a white morass.
Where can I find a flower,
Where do I see green grass?

Should then no fond remembrance
Be took by me from here?
Her form to melt in silence
No word to reach my ear?
Should then no fond remembrance
Be took by me from here?
Her form to melt in silence
No word to reach my ear?

My heart is like those flowers,
All shrivelled up within;
But when the Spring shall come at last
They’ll grow and blossom in here again!
My heart is like an icicle,
All frozen up within;
But when the Spring doth come at last
It melts, and blossoms, once more, within –
Her form again!

Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore,
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud’ und Leide
Zu ihm mich immer fort.

Ich mußt’ auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab’ ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier find’st du deine Ruh’!

Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht;
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör’ ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör’ ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!
Du fändest Ruhe dort!

The Linden Tree

Serenely, by the fountain,
There stands a linden tree.
Where often have I tarried
Transfixed in reverie.

Its bark bears the impression
Of my knife and sweetheart’s name;
When filled with strange emotion
To muse there oft I came.

Thus, forsooth, was I persuaded
To pass that way late at night,
And, though submerged in darkness,
My eyes were screwed up tight.

I heard its branches rustle,
Such kindly cellulose!
Come! O weary journeyman!
And here may you find repose!

But then the wind blew lustily
A gust full in my face;
My hat lost to the undergrowth;
My steps I’d not retrace.

Time has flowed since that encounter
And miles that now interpose,
But still I hear that whispering:
Here may you find your repose!
Since then for hours been wandering
Long miles that interpose…
Come, o weary journeyman –
Here may you find repose!
Here may you find repose!

Wasserflut

Manche Trän’ aus meinen Augen
Ist gefallen in den Schnee;
Seine kalten Flocken saugen
Durstig ein das heiße Weh.
Durstig ein das heiße Weh.

Wenn die Gräser sprossen wollen
Weht daher ein lauer Wind,
Und das Eis zerspringt in Schollen
Und der weiche Schnee zerrinnt.
Und der weiche Schnee zerrinnt.

Schnee, du weißt von meinem Sehnen,
Sag’, wohin doch geht dein Lauf?
Folge nach nur meinen Tränen,
Nimmt dich bald das Bächlein auf.
Nimmt dich bald das Bächlein auf.

Wirst mit ihm die Stadt durchziehen,
Muntre Straßen ein und aus;
Fühlst du meine Tränen glühen,
Da ist meiner Liebsten Haus.
Da ist meiner Liebsten Haus.

Torrent

Copious tears have silently fallen
Seeping gently into the snow;
Making the greedy snowflakes swollen
Thirsting for my disconsolate woe.
Thirsting for my disconsolate woe.

Grasses get tired of lying in winter
Then there blows a gentler breeze,
Making the ice floes crumble and splinter
And the vanishing snowdrift agrees.
And the vanishing snowdrift agrees.

Snow, my friend, who suffer this yearning,
Tell me, brother, whence must you go?
Join with my tears, while winter is turning,
Into the stream and ocean below
Into the stream and the ocean below.

Follow past banks and into the city,
Follow past crescents and gay boulevards;
Should you distinguish a tingle of pity,
That will be my beloved’s backyard.
That will be my beloved’s backyard.

 Auf dem Fluße

Der du so lustig rauschtest,
Du heller, wilder Fluß,
Wie still bist du geworden,
Gibst keinen Scheidegruß.

Mit harter, starrer Rinde
Hast du dich überdeckt,
Liegst kalt und unbeweglich
Im Sande ausgestreckt.

In deine Decke grab’ ich
Mit einem spitzen Stein
Den Namen meiner Liebsten
Und Stund’ und Tag hinein:

Den Tag des ersten Grußes,
Den Tag, an dem ich ging;
Um Nam’ und Zahlen windet
Sich ein zerbroch’ner Ring.

Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob’s unter seiner Rinde
Wohl auch so reißend schwillt?
Wohl auch so reißend schwillt?
Mein Herz, in diesem Bache
Erkennst du nun dein Bild?
Ob’s unter seiner Rinde
Wohl auch so reißend schwillt?
Wohl auch so reißend schwillt?
Wohl auch so reißend schwillt?

Upon the Water

You who once blithely tumbled,
Your once pellucid gleam
Has now become glazed over,
And sunk in icy dream.

Beneath your encrustation,
Your brittle, cold veneer,
Spread out upon the gravel,
Unyielding and austere.

I watch myself engraving
With sharply pointed stone
The name of my beloved
And, not without a stifled moan:

The date when I first met her,
The day of our parting;
Describing name and number,
An intermittent cordate ring.

My heart, upon the water
Do you see your image now?
Will your hard integumentum
Now shatter with the spring?
Will it shatter with the spring?
My heart, upon the water
Do you see your image now?
Will your hard integumentum
Now shatter with the spring?
Will it shatter with the spring?
Now shatter with the spring? 

Rückblick

Es brennt mir unter beiden Sohlen,
Tret’ ich auch schon auf Eis und Schnee,
Ich möcht’ nicht wieder Atem holen,
Bis ich nicht mehr die Türme seh’.

Hab’ mich an jedem Stein gestoßen,
So eilt’ ich zu der Stadt hinaus;
Die Krähen warfen Bäll’ und Schloßen
Auf meinen Hut von jedem Haus.
Die Krähen warfen Bäll’ und Schloßen
Auf meinen Hut von jedem Haus.

Wie anders hast du mich empfangen,
Du Stadt der Unbeständigkeit!
An deinen blanken Fenstern sangen
Die Lerch’ und Nachtigall im Streit.

Die runden Lindenbäume blühten,
Die klaren Rinnen rauschten hell,
Und ach, zwei Mädchenaugen glühten.
– Da war’s gescheh’n um dich, Gesell!
Und ach, zwei Mädchenaugen glühten.
– Da war’s gescheh’n um dich, Gesell!

Kommt mir der Tag in die gedanken,
Möcht’ ich noch einmal rückwärts seh’n.
Möcht’ ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille steh’n.
Kommt mir der Tag in die gedanken,
Möcht’ ich noch einmal rückwärts seh’n.
Möcht’ ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille steh’n.
Möcht’ ich zurücke wieder wanken,
Vor ihrem Hause stille steh’n.
Vor ihrem Hause stille steh’n.

Retrospection

It sears the soles of both my feet
As I step through the ice and snow.
My breath is ragged, my heartbeat
Still staggers from that mortal blow.

I’ve stubbed my toe on every curb stone,
As I decamp my former haunt;
Opprobrium, to dogs I’m thrown,
Bedraggled scarecrows jeer and taunt.
Opprobrium, to dogs I’m thrown,
Bedraggled scarecrows jeer and taunt.

How fickle are you in your phases –
Headquarters of the tattletale!
Then from all corners sang my praises
The skylark and the nightingale.

The spreading lindens were all blooming,
Through meadows ran your streams so bright,
And oh, two bright eyes, all consuming
Transmitted atoms of delight.
And oh, those bright eyes, all consuming
Transmitting atoms of delight. 

Whenever that day comes to mind
I must this notion entertain
In retrospection I’m inclined
To stand before that house again
Whenever that day comes to my mind
I must this notion entertain
In retrospection I’m inclined
To stand before that house again
In retrospection I’m inclined
To stand before that house again
To stand before that house again.

 Irrlicht

In die tiefsten Felsengründe
Lockte mich ein Irrlicht hin;
Wie ich einen Ausgang finde,
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.

Bin gewohnt das Irregehen,
’s führt ja jeder Weg zum Ziel;
Uns’re Freuden, uns’re Wehen,
Alles eines Irrlichts Spiel!
Alles eines Irrlichts Spiel!

Durch des Bergstroms trockne Rinnen
Wind ich ruhig mich hinab,
Jeder Strom wird ’s Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch sein Grab.
Jeder Strom wird ’s Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch sein Grab.

Will-o’-the-wisp

In the deepest rocky strata
Lured there by a will-o’-the-wisp;
How to flee this eerie vista
Clamber out of this abyss?
Clamber out of this abyss?

I’m resigned to all this madness
Every day must end with night;
All our joys and all our sadness
All deceptive plays of light!
All are just deceptive plays of light!

Through dry stream beds, with strange devotion,
I escape that gloomy cave
Every stream must flow into the ocean,
As every sorrow shall find its grave.
Every stream must flow into the ocean,
Every sorrow shall find its grave. 

Rast

Nun merk’ ich erst wie müd’ ich bin,
Da ich zur Ruh mich lege;
Das Wandern hielt mich munter hin
Auf unwirtbarem Wege.
Die Füsse frugen nicht nach Rast,
Es war zu kalt zum Stehen;
Der Rücken fühlte keine Last,
Der Sturm half fort mich wehen.
Der Rücken fühlte keine Last,
Der Sturm half fort mich wehen.

In eines Köhlers engem Haus
Hab Obdach ich gefunden.
Doch meine Glieder ruh’n nicht aus:
So brennen ihre Wunden.
Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm
So wild und so verwegen,
Fühlst in der Still erst deinen Wurm
Mit heissem Stich sich regen!
Fühlst in der Still erst deinen Wurm
Mit heissem Stich sich regen!

Respite

It’s only now I feel how tired
I am; my flesh at once is crumbling.
Blithe spirit with the road conspired
To join in endless rambling.
My feet were not inclined to rest,
Amidst that frozen vastness;
My shoulders by my knapsack strap were never overstressed,
Through struggle I acquired steadfastness.
My shoulders by my knapsack strap are never overstressed,
Through struggle I acquire steadfastness.

Then in this woodman’s rude abode
I found a place of shelter.
And how my limbs recall the road!
My muscles ache and welter.
My heart such shocks shall not deter
Through trial and tribulation.
In stillness, as I lie, I feel the serpent start to stir
With intensity and warm exhilaration!
In stillness, as I lie, I feel the serpent start to stir
With intensity and warm exhilaration!

Frühlingstraum

Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai;
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei.
Von lustigem Vogelgeschrei.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster,
Es schrien die Raben vom Dach.
Da war es kalt und finster,
Es schrien die Raben vom Dach.

Doch an den Fensterscheiben,
Wer malte die Blätter da?
Doch an den Fensterscheiben,
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah?
Der Blumen im Winter sah?

Ich träumte von Lieb um Liebe,
Von einer schönen Maid,
Von Herzen und von Küssen,
Von Wonne und Seligkeit.
Von Wonne und Seligkeit.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Herze wach;
Nun sitz’ ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.
Nun sitz’ ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.

Die Augen schließ’ ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Die Augen schließ’ ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Wann grünt ihr Blätter am Fenster?
Wann halt’ ich mein Liebchen im Arm?
Wann halt’ ich mein Liebchen im Arm?

Dream of Spring

I dreamt about vivid flowers,
That blossom and shimmer in May;
I dreamt about forests and meadows,
And chattersome birdsong melee,
Chattersome birdsong melee.

But as the dawn was breaking,
My eyes were opened up wide;
Still cold and dark in my shelter,
But ravens were cawing outside.
Still cold and dark in my shelter,
The ravens were cawing outside.

But, verdant, at the window,
Those fronds still intertwined.
So verdant, at the window,
Still green shoots intertwined.
Have pity upon the dreamer,
To illusion to be consigned,
To illusion to thus be consigned.

I dreamt about sweet devotion,
Two eyes that twinkled so bright;
Of kissing and caressing,
And rapturous carefree delight,
Rapturous carefree delight.

But as the dawn was breaking,
My heart was opened up wide;
I sit here all forsaken
As waking and dream collide
I sit here now forsaken
As waking and dream collide.

I fall once more to slumbering,
Cocooned here in my den.
I fall once more to slumbering,
Cocooned here in my den.
As tendrils twine at the window
I embrace my sweetheart again
Enclasp my sweetheart again. 

Einsamkeit

Wie eine trübe Wolke
Durch heit’re Lüfte geht,
Wenn in der Tanne Wipfel
Ein mattes Lüftchen weht:

So zieh ich meine Straße
Dahin mit trägem Fuß,
Durch helles, frohes Leben
Einsam und ohne Gruß.

Ach, daß die Luft so ruhig!
Ach, daß die Welt so licht!

Als noch die Stürme tobten,
War ich so elend, so elend nicht.
Ach, daß die Luft so ruhig!
Ach, daß die Welt so licht!
Als noch die Stürme tobten,
War ich so elend, so elend nicht.

Solitude

As gloomy storm clouds billow
Through carefree azure skies
And, dusting snow from tree tops,
Chill breezes tantalise:

I walk this enervating highway
On sullen, dragging feet,
Remote to joy and aspiration
With no kind soul to meet.

I scorn this peaceful morning!
Disdain this world so bright!

When still the storms were raging,
I heeded not my despairing plight.
I scorn this peaceful morning!
Disdain this world so bright!
When still the storms were raging,
I heeded not my, my despairing plight.

Die Post

Von der Straße her ein Posthorn klingt.
Was hat es, daß es so hoch aufspringt,
Mein Herz?
Was hat es, daß es so hoch aufspringt,
Mein Herz? Mein Herz?

Die Post bringt keinen Brief für dich.
Was drängst du denn so wunderlich,
Mein Herz? Mein Herz?
Die Post bringt keinen Brief für dich.
Mein Herz? Mein Herz?
Was drängst du denn so wunderlich,
Mein Herz? Mein Herz?

Nun ja, die Post kommt aus der Stadt,
Wo ich ein liebes Liebchen hat,
Mein Herz!
Wo ich ein liebes Liebchen hat,
Mein Herz! Mein Herz!

Willst wohl einmal hinüberseh’n
Und fragen, wie es dort mag geh’n,
Mein Herz? Mein Herz?
Willst wohl einmal hinüberseh’n
Mein Herz? Mein Herz?
Und fragen, wie es dort mag geh’n,
Mein Herz? Mein Herz?

Ringtone

A ringtone sounds from someone’s phone,
A melody already known—
My heart!
That melody already known—
My heart! My heart!

No word comes from that way for me:
Then why pulsate so viscerally—
My heart? My heart!
No word comes from that way for me—
My heart! My heart!
Then why pulsate so violently—
My heart? My heart!

Of course, I’ve heard that tune before,
Presaging love that is no more—
My heart!
Presaging love that is no more—
My heart! My heart!

Why dwell, if love has turned to pain
And yearn to go back there again?
My heart! My heart!
Why dwell, if love has turned to pain?
My heart! My heart!
And yearn to go back there again?
My heart! My heart!

Der greise Kopf

Der Reif hatt’ einen weißen Schein
Mir übers Haar gestreuet;
Da glaubt’ ich schon ein Greis zu sein
Und hab’ mich sehr gefreuet.

Doch bald ist er hinweggetaut,
Hab’ wieder schwarze Haare,
Daß mir’s vor meiner Jugend graut —
Wie weit noch bis zur Bahre!
Wie weit noch bis zur Bahre!

Vom Abendrot zum Morgenlicht
Ward mancher Kopf zum Greise.
Wer glaubt’s? Und meiner ward es nicht
Auf dieser ganzen Reise!
Auf dieser ganzen Reise!

A Touch of Frost

My hair acquired a frosty sheen—
A cold atmospheric entailment
As if an old man, unforeseen,
Had crept his way into my raiment.

But when I brushed that ice away
Restoring spry pigmentation,
I yearned to be returned to grey
How long must I keep waiting?
How long must I keep waiting?

If Marie Antoinette’s fair hair
Could blanche overnight through attrition—
Who doubts? And was not my despair
Enough for the self-same condition?
Enough for the self-same condition!

Die Krähe

Eine Krähe war mit mir
Aus der Stadt gezogen,
Ist bis heute für und für
Um mein Haupt geflogen.

Krähe, wunderliches Tier,
Willst mich nicht verlassen?
Meinst wohl, bald als Beute hier
Meinen Leib zu fassen?

Nun, es wird nicht weit mehr geh’n
An dem Wanderstabe.
Krähe, laß mich endlich seh’n
Treue bis zum Grabe!
Krähe, laß mich endlich seh’n
Treue bis zum Grabe!

Corbie

Flew a corbie with me here
From the town and onwards.
Why, oh corbie, persevere
With your endless wanders?

Corbie, mystifying bird!
Will you never leave me?
Outcast and rejected by the herd,
Will your beak relieve me?

Further can I hardly go
On this path to stumble.
Corbie, shall I this way know
How to be more humble?
Corbie, help me this way know
How to be more humble!

Letzte Hoffnung

Hie und da ist an den Bäumen
Manches bunte Blatt zu seh’n,
Und ich bleibe vor den Bäumen
Oftmals in Gedanken steh’n.

Schaue nach dem einen Blatte,
Hänge meine Hoffnung dran;
Spielt der Wind mit meinem Blatte,
Zittr’ ich, was ich zittern kann.

Ach, und fällt das Blatt zu Boden,
Fällt mit ihm die Hoffnung ab;
Fall’ ich selber mit zu Boden,
Wein’, wein’ auf meiner Hoffnung Grab.
Wein’, wein’ auf meiner Hoffnung Grab.

The Last Hope

Here and there, to old twigs clinging,
One or two leaves I can see;
And I pause before them, singing
In my mind this melody.

Fixed upon one leaf, attention—
It becomes my only hope;
And the wind, my apprehension;
Trembles then my horoscope.

Oh, but should the leaf then plummet,
Hope must die with foolish pride;
Then I know I’ve reached the summit,
And I cry at my last hope’s graveside.
And I cry at my last hope’s graveside.

Im Dorfe

Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten;
Es schlafen die Menschen in ihren Betten,
Träumen sich manches, was sie nicht haben,
Tun sich im Guten und Argen erlaben;

Und morgen früh ist alles zerflossen.
Je nun, je nun, sie haben ihr Teil genossen
Und hoffen, und hoffen, was sie noch übrig ließen,
Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.

Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde,
Laßt mich nicht ruh’n in der Schlummerstunde!
Ich bin zu Ende mit allen Träumen.
Was will ich unter den Schläfern säumen?
Ich bin zu Ende mit allen Träumen.
Was will ich unter den Schläfern säumen?

In the Village

The dogs start their barking, with chains all a rattling,
Their owners still snoring, in duvets still nestling,
Twitching in slumber, their lives intermeshing
With nightmares and dreams while their brains are refreshing;

And all’s dissolved at first gleam of morning.
Day breaks, man wakes – the nocturnal trial’s adjourning
For earning and spending the sweat of the brows of fellows,
But dreams keep them hoping, with paramours eloping, on
duvets and pillows…

So, keep up your barking, you vigilant canines –
I’m not meant for slumber or three-fold denying!
Now I am through with all of this sleeping,
I give it over for safekeeping!
Now I’m through with all of this sleeping,
I give it over for safekeeping! 

Der stürmische Morgen

Wie hat der Sturm zerrissen
Des Himmels graues Kleid!
Die Wolkenfetzen flattern
Umher im matten Streit.
Umher im matten Streit.

Und rote Feuerflammen
Zieh’n zwischen ihnen hin;
Das nenn’ ich einen Morgen
So recht nach meinem Sinn!

Mein Herz sieht an dem Himmel
Gemalt sein eig’nes Bild —
Es ist nichts als der Winter,
Es ist nichts als der Winter,
Der Winter kalt und wild!

Morning Tempest

What made the tempest burst so fiercely?
O symphony of greys!
With shreds of billows crowding densely
Like restless émigrés
Like restless émigrés.

With hallelujah rays converging,
Or darting to and fro;
Right there is what I call a morning!
So play, you wild maestro!

I’m ready for the sky to splinter,
All tension reconciled –
It’s nothing but the winter
Nothing but the winter
The winter stark and wild!

Täuschung

Ein Licht tanzt freundlich vor mir her,
Ich folg’ ihm nach die Kreuz und Quer;
Ich folg’ ihm gern und seh’s ihm an,
Daß es verlockt den Wandersmann.

Ach! wer wie ich so elend ist,
Gibt gern sich hin der bunten List,
Die hinter Eis und Nacht und Graus,
Ihm weist ein helles, warmes Haus.

Und eine liebe Seele drin. —
Nur Täuschung ist für mich Gewinn!

Chimera

A light is twinkling from someone’s hearth—
I watch it flickering back and forth;
Enchanting, but it can be no more than
Delusion for the journeyman.

Oh! Wretched souls like me can choose
To be entranced by just such a ruse;
For those whose sentence is to roam,
It points towards a comfortable home,

A cherished soul who waits within,
Chimera of what might have been! 

Der Wegweiser

Was vermeid’ ich denn die Wege,
Wo die ander’n Wand’rer geh’n,
Suche mir versteckte Stege,
Durch verschneite Felsenhöh’n?
Suche mir versteckte Stege,
Durch verschneite Felsenhöh’n?
Durch Felsenhöh’n?

Habe ja doch nichts begangen,
Daß ich Menschen sollte scheu’n, —
Daß ich Menschen sollte scheu’n, —
Welch ein törichtes Verlangen
Treibt mich in die Wüstenei’n?
Treibt mich in die Wüstenei’n?

Weiser stehen auf den Straßen,
Weisen auf die Städte zu.
Und ich wandre sonder Maßen
Ohne Ruh’ und suche Ruh’.
Und ich wandre sonder Maßen
Ohne Ruh’ und suche Ruh’, und suche Ruh’.

Einen Weiser seh’ ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick;
Eine Straße muß ich gehen,
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch keiner ging zurück.

Einen Weiser seh’ ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick;
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch keiner ging zurück.
Die noch keiner ging zurück.

Milestone

Why then do I shun the highways
Where the plain wayfarers go?
But instead I seek the byways
And the high ground capped with snow!
But instead pursue the byways,
And the high ground capped with snow,
All capped with snow!

I am not a common felon
To endure such loneliness
To endure such loneliness
Yet to such a fate befallen,
Exiled to the wilderness—
Abandoned to the wilderness!

Milestones offer us assistance,
Indicate how far we’ve come.
And I’ve covered quite some distance;
But not yet will I succumb.
Yes, I’ve covered quite some distance;
But not yet will I succumb, not yet am I set to succumb.

There’s a milestone over yonder,
Heeding not my vain concerns,
But it marks a road to wander –
One more road for me to wander,
One from which no man returns.

There’s a milestone over yonder,
Heeding not my vain concerns,
But it marks a road to wander –
One from which no man returns.
One from which no man returns.

Das Wirtshaus

Auf einen Totenacker
Hat mich mein Weg gebracht;
Allhier will ich einkehren,
Hab ich bei mir gedacht.

Ihr grünen Totenkränze
Könnt wohl die Zeichen sein,
Die müde Wand’rer laden
Ins kühle Wirtshaus ein.

Sind denn in diesem Hause
Die Kammern all’ besetzt?
Bin matt zum Niedersinken,
Bin tödlich schwer verletzt.

O unbarmherz’ge Schenke,
Doch weisest du mich ab?
Nun weiter denn, nur weiter,
Mein treuer Wanderstab!
Nun weiter denn, nur weiter,
Mein treuer Wanderstab!

No Vacancies

Now to this tranquil boneyard,
My road has brought me here;
This is the resting place for me,
Such piquant atmosphere!

With wreaths of bright chrysanthemum
That beckon like inn signs:
The journeyman’s thus bidden
Into those cool confines.

But can it be conceivable –
All rooms are occupied?
My health is irretrievable!
I’m death personified!

Oh, unreceptive tavern
That sets me on my path!
Then on I’ll go, still further,
O trusty hiking staff!
I must go on, still further,
O trusty hiking staff!

Mut!Fliegt der Schnee mir ins Gesicht,
Schüttl’ ich ihn herunter.
Wenn mein Herz im Busen spricht,
Sing’ ich hell und munter.

Höre nicht, was es mir sagt,
Habe keine Ohren;
Fühle nicht, was es mir klagt,
Klagen ist für Toren.

Lustig in die Welt hinein
Gegen Wind und Wetter!
Will kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter!
Lustig in die Welt hinein
Gegen Wind und Wetter!
Will kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter!

Bravado

Snow, I dare you, do your best!
Welcome to the party!
Nerves, I challenge you, protest!
Make me hale and hearty!

Attitudes will be remarked;
Chided – all accusers!
You’ll be sorry you embarked:
Whinging is for losers!

Cheerfully, into the world,
Scorning wind and weather;
God is dead, yet we’ve been hurled,
Dashing, hell-for-leather;
Merrily, into the world,
Scorning wind and weather;
God cares not that we’ve been hurled:
Let’s be gods together! 

Die Nebensonnen

Drei Sonnen sah ich am Himmel steh’n,
Hab’ lang und fest sie angeseh’n;
Und sie auch standen da so stier,
Als wollten sie nicht weg von mir.

Ach, meine Sonnen seid ihr nicht!
Schaut ander’n doch ins Angesicht!
Ja, neulich hatt’ ich auch wohl drei;
Nun sind hinab die besten zwei.

Ging nur die dritt’ erst hinterdrein!
Im Dunkel wird mir wohler sein.

The Mock Suns

I saw three suns up in the sky,
Looked long and hard at them a while;
And they hung there dejectedly,
As if reluctant to leave me.

For shame, my suns, you don’t exist!
So find another dramatist!
For me, three suns have lately shone,
But now the two best orbs are gone.

The third already in decline
And then I’ll be where no suns shineю 

Der Leiermann

Drüben hinterm Dorfe
Steht ein Leiermann
Und mit starren Fingern
Dreht er was er kann.

Barfuß auf dem Eise
Wankt er hin und her
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer.
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer.

Keiner mag ihn hören,
Keiner sieht ihn an,
Und die Hunde knurren
Um den alten Mann.

Und er läßt es gehen,
Alles wie es will,
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.

Wunderlicher Alter!
Soll ich mit dir geh’n?
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier dreh’n?

Hurdy-gurdy girl

By the village plays
A hurdy-gurdy girl.
Her frostbitten fingers
On her keyboard whirl.

Barefoot on the ice
She totters to and fro
Giving little thought
To coins no one will throw.
Giving little thought
To coins no one will throw.

No one sees her beauty,
No one hears her tune.
Only snarling dogs
Perceive her waning moon.

But she lets it happen,
Happen as it will.
Turns her little handle
Never keeping still.
Turns her little handle
Never keeping still.

Hurdy-gurdy girl,
Now soon to be a crone.
Shall I sing my swan song
To your hoary drone?

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